Nachdem wir mit der Mein Schiff 2 in Bari angelegt hatten, machten wir einen ausführlichen Spaziergang durch die Stadt.
Entlang der Hafenpromenade
Um Bari herum führt eine ausgiebige Uferpromenade. Hier lässt es sich gemütlich schlendern, entweder unten entlang der Straße oder auf der Stadtmauer, die fast die gesamte Innenstadt umschließt. Zwischendurch gab es immer mal wieder Schatten, was bei der heißen Temperaturen Süditaliens selbst im Frühjahr echt angenehm sein kann. Von hier aus konnten wir auch bequem immer mal wieder Abstecher ins Stadtinnere machen – vom Stöbern an den zahlreichen Ständen der Händler ganz zu schweigen.
Durch enge Gassen und Straßen
Bari zeichnet sich vor allem in der Altstadt durch sehr enge Gassen und Durchgänge aus. Oft dachten wir, wir sind schon in einem privaten Hinterhof, doch die Straße ging einfach nur weiter. Kurzum, es lohnt sich, die vielen Ecken zu erkunden.
Am Castello Svevo di Bari
In der Stadtmitte befindet sich das Castello Svevo di Bari, was auf Deutsch übrigens wirklich „Schwaben-Schloss“ heißt, da die Normannen es dort auf einer alten byzantinischen Festung erbauten. Zeitweise war es ein Gefängnis, heute befindet sich dort drin ein Museum und es finden dann und wann Veranstaltungen statt. Oder es dient, wie unsereins als schöner Ort für eine Pause vom anstrengenden Umherlaufen quer durch Bari.
Das Symbol der Stadt
Mit Bari verbinden viele den Nikolaus, aber das eigentliche Symbol der Stadt sind die Orecchiette – eine ohrmuschelförmige Nudelart, die hier erfunden wurde und auch noch heute meist von fleißigen Frauen der Stadt an der Straße selbst durch geschicktes Drücken mit dem Daumen geformt und produziert werden.
Der Trick: durch die leichte Kelchform verbleibt die Nudelsauce wunderbar in den Orecchiette – ähnlich wie bei den spiralförmigen Verwandten, wo sie jedoch eher von der großen Oberfläche profitiert.
Und ein Besuch beim Nikolaus
Bari erlangte nicht zuletzt dadurch auch Berühmtheit, dass hier die (angeblichen) Gebeine des heiligen Nikolaus aufbewahrt werden – in der Krypta der namensgebenden Basilika San Nicola. Zu dessen Ehren feiert Bari übrigens jedes Jahr vom 7. bis 9. Mai ein großes Fest. Zu dieser Zeit sollen nämlich die geraubten (!) Gebeine des Nikolaus auf Schiffen angekommen sein. Nahezu alle großen Straßen und Plätze sind dann aufwändig geschmückt und auch die Statue des Sankt Nikolaus wird entsprechend in einer Prozession durch die Stadt getragen und präsentiert. Wir hatten übrigens Glück – zu unserem Besuch war genau dies der Fall, also hier die passenden Bilder dazu.