Arizona, Fernziele, USA
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Am Abgrund des Horseshoe Bend

Der Horseshoe Bend in Arizona

In der Glen Canyon National Recreation Area in Arizona liegt der Horseshoe Bend, eine beeindruckende 270° Kurve des Colorado River, die man unbedingt gesehen haben muss. Wir haben die kleine Wanderung dorthin gemacht und wurden nicht enttäuscht.

Wo der Colorado einen Bogen macht…

Noch liegt der Horseshoe Bend etwas versteckt hinter dem jähen AbgrundAm Ende eines aufgrund der Hitze etwas anstrengenden Fußmarschs kommt man kurz vor Page in Arizona an eine besondere Stelle. Der Colorado River, der sich über Jahrtausende in den Navajo Sandstein gegraben hat, macht hier eine beeindruckende 270° Kurve, die aufgrund der hufeisenförmigen Form den naheliegenden Namen Horseshoe Bend bekommen hat. An dieser beeindruckenden Schleife nach den gut 15 Minuten Fußweg angekommen, befindet man sich dann direkt an der steilen Kante, an der es gefühlt fast senkrecht nach unten geht. Für Leute mit Höhenangst also nur bedingt empfehlenswert. Außerdem gibt es einige Überhänge, die man so natürlich von oben nicht erkennt. Aber da es alles Sandstein ist, also im Prinzip komprimierter Sand, sollte man hier schon vorsichtig sein.

Hier nun zuerst mal einige Impressionen vom Horseshoe Bend:

Ehemaliger Geheimtipp: Horseshoe Bend

Der Parkplatz des ehemaligen Geheimtipps vor dem Horseshoe BendFrüher gab es nur einen unbefestigten, staubigen Parkplatz, doch mittlerweile haben die Touristen den Horseshoe Bend fest im Griff und für sich entdeckt – betonierter Großparkplatz inklusive. Von überwältigender Einsamkeit vor einer grandiosen Naturkulisse kann hier wirklich nicht mehr die Rede sein – überall wurde fotografiert, geschnattert und gechattet. Selbst ein Hochzeitspaar nutzte die schöne Kurve des Colorado River als Foto-Hintergrund. Kurzum, wer Ruhe und Naturverbundenheit sucht, ist hier mittlerweile falsch. Zum Glück ist der Weg dorthin ein wenig anstrengend, so dass hier noch die großen Touristenscharen ausgefiltert werden – uns hat es aber auch so gelangt von der Menge her. Streckenweise konnte man gar nicht ungestört die Aussicht genießen, da ständig jemand mal von der Ecke gucken oder Fotos machen wollte. 😉 Also ein Geheimtipp ist es sicherlich nicht mehr, aber sehenswert auf jeden Fall.

Anreise zum Horseshoe Bend

Ganz wichtig auf dem Weg zum Horseshoe Bend genügend Wasser mitnehmenVon Süden in Richtung Page auf dem Highway 89 kommend, befindet sich der Parkplatz zum Horseshoe Bend gut ausgeschildert auf der linken Straßenseite. Wir haben diesen auch einmal in der Karte markiert. Von diesem Parkplatz aus geht man dann den ca. 800 Meter langen Weg über einen Hügel zum Rand des Horseshoe Bends herunter. Der Weg ist größtenteils unbefestigt und man sollte neben festem Schuhwerk unbedingt auch genügend zu Trinken mitnehmen – und selbstverständlich die Mittagshitze eher meiden. Das ist wirklich Wüste und auch als wir am späten Nachmittag dort hingelaufen sind, kamen wir ganz ordentlich ins Schwitzen.

Warnschilder auf dem Weg zum Horseshoe Bend

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