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Meads Wall: Auf den Spuren Mordors

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Schroffe Lavafelsen, karge Hänge und dramatische Landschaften machen es der Welt von Mittelerde leicht. Wir erkundeten die bekannte Meads Wall und rochen den Atem Mordors.

Anfahrt und erste Eindrücke am Whakapapa Skifield

Wir fuhren mit dem Auto bis zum Whakapapa Skifield und parkten dort oben im Bereich des eigentlichen Skiresorts. Im Winter ist hier ordentlich Skibetrieb, im Sommer wirkte aber alles deutlich stiller und fast ein bisschen verlassen. Wir hatten eigentlich auch noch auf ein Stück Kuchen oder eine kleine Snackpause spekuliert, aber auch die Cafés und Verköstigungsbetriebe waren hier alle geschlossen zur Zeit unseres neuseeländisch sommerlichen Besuchs. Also gab es nur die großen Parkflächen, die Seilbahn, die Schilder zu den Trails und dahinter diese karge Vulkanlandschaft – und das wollten wir uns mal genauer ansehen.

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Am Eingang informierten Tafeln über die kurzen Sommerwege. Der Meads Wall Trail ist dort als kurzer Walk ausgeschildert, etwa 20 Minuten beziehungsweise rund ein Kilometer hin und zurück. Auch der Hinweis auf „Mordor’s desolate realm“ steht dort ganz offiziell und das passt ziemlich gut zu dem, was man wenige Minuten später vor sich sieht. Meads Wall Auf den Spuren Mordors (3)

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Der Weg zur Meads Wall

Der Weg zur Meads Wall ist zwar tatsächlich kurz, aber definitiv kein Spaziergang auf glattgezogenem Parkweg. Wir liefen über Geröll, manch lose Steine und felsige Abschnitte nach oben. Immer wieder mussten wir schauen, wo wir hintreten. Gutes Schuhwerk ist hier definitiv angeraten. Gerade dadurch fühlte sich der Weg aber auch passend und stimmig an. Wie heißt es so schön: „Man spaziert nicht einfach so nach Mordor“. 😉

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Rundherum dominierten dunkle Felsen, braune Hänge und diese weite, karge Landschaft, die unter dem grauen Himmel noch dramatischer wirkte. In der Ferne lag der Vulkan, teilweise von Wolken umschlungen. Dieser Blick war einer dieser Momente, in denen man sofort versteht, warum Peter Jackson und sein Team genau solche Orte für Mittelerde gesucht haben.

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Die Landschaft musste hier nicht groß verändert oder mittels CGI groß nachbearbeitet werden. Sie bringt diese raue, unwirtliche Atmosphäre schon von sich aus mit. Kein freundliches Hobbiton, keine saftigen Wiesen, sondern schroffe Felsen, erstarrte Lava, kalter Wind und Weite.

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Faszinierende (Film-)Landschaft

Die Meads Wall ist vor allem mit den Szenen in Emyn Muil verbunden. In „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ irren Frodo und Sam durch diese felsige, unübersichtliche Landschaft auf dem Weg nach Mordor. Dort treffen sie schließlich auch auf Gollum, der ihnen folgt und später zu ihrem unfreiwilligen Führer wird. Mehrere Reise- und Filmortquellen ordnen Meads Wall genau diesen Emyn-Muil-Szenen zu, also der felsigen Passage, in der Frodo und Sam zwischen schroffen Felsen und Abgründen den Weg suchen.

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Wir hatten zuerst auch diese allgemeine „Gefährten kämpfen sich durch eine Berglandschaft“-Szene im Kopf. Vor Ort merkt man aber schnell: Meads Wall passt besonders zu den Momenten, in denen Frodo und Sam allein unterwegs sind. Die Felsen wirken wie ein natürliches Labyrinth. Man kann sich gut vorstellen, wie aus ein paar Perspektiven, engen Bildausschnitten und der richtigen Kameraposition eine noch viel größere, bedrohlichere Landschaft entsteht. Und kein Wunder: Der Tongariro National Park wurde insgesamt an mehreren Stellen für Mordor genutzt, nicht nur für den Schicksalsberg.

Die Meads Wall ist kein Ort, an dem große Schilder jede Filmszene erklären. Man muss ein bisschen suchen, schauen, vergleichen und sich die Szenen wieder ins Gedächtnis rufen. Dann aber fügt sich alles zusammen: die schroffen Felsen, der Blick in die Weite, die grauen Wolken und diese Stimmung, als wäre Mordor tatsächlich nur ein paar Schritte entfernt.

Fazit: Ein toller Abstecher nach Mittelerde

Meads Wall war für uns ein großartiger kurzer Abstecher im Tongariro National Park. Der Weg ist nicht wirklich lang, aber sehr steinig und dadurch schon ein kleines herausforderndes Erlebnis. Oben wartet dann keine klassische Aussichtsterrasse, sondern eine raue Felslandschaft, die durch ihre Atmosphäre beeindruckt. Und herunterfallen sollte man auf der anderen Seite besser auch nicht.

Für „Herr der Ringe“-Fans lohnt sich der Besuch besonders, weil man hier einen echten Drehort von Emyn Muil erlebt. Aber auch ohne Filmbezug ist die Landschaft am Whakapapa Skifield faszinierend. Hat sich gelohnt!

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