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Bizarre Landschaften am Mono Lake

Mondlandschaft am Mono Lake

Der Mono Lake im östlichen Teil Kaliforniens gehört sicherlich zu den bizarreren Ecken dieses Planeten. Wir haben uns diese Mondlandschaft einmal genauer angesehen.

Ein Natronsee in Kalifornien

Der Mono Lake vom Highway aus gesehenDer Mono Lake scheint seinen Namen zu recht zu tragen – er wirkt zumindest von den Farben her monoton. Hintergrund dieser Farbarmut ist die Tatsache, dass es sich bei dem See nicht um einen Süßwassersee handelt, sondern einen extrem salzhaltigen. Gut 10 Prozent des Wassers ist tatsächlich Salz und so kommt es, dass man theoretisch auf diesem See schweben würde – ähnlich dem Toten Meer, das ebenfalls über einen hohen Salzgehalt verfügt. Ja, man könnte im Mono Lake schwimmen, aber ob man das wirklich möchte – vor allem in Ermangelung von Duschen, mit denen man die Salzkrusten wieder abwaschen kann – sei dahingestellt.

Weiter Blick über den Mono Lake

Die künstliche Versalzung des Mono Lake

Das Besucherzentrum am Mono LakeDer Salzgehalt des Mono Lake war übrigens nicht immer so hoch. Denn obwohl der See keinen natürlichen Abfluss hat, was zur Versalzung beigetragen hat, ist ein stärkerer Effekt noch die Tatsache, dass ab den 1940er Jahren aus diesem See auch die Wasserversorgung von Los Angeles gespeist wurde. Dies hat den Wasserspiegel erheblich absinken und den See austrocknen lassen. Dies ließ gleichermaßen auch die bizarren Tuffkalke ans Tageslicht kommen, die sich im See gebildet hatten. Folglich sieht es dort heute ein wenig aus wie auf dem Mond.

Salzfliegen am Mono Lake

Tuffkalke am Mono LakeDer Mono Lake ist karg, bizarr und fühlt sich aufgrund des hohen Salzgehalts recht lebensfeindlich an – doch dem ist nicht so. Im Gegenteil: das außergewöhnliche Ökosystem dort ist Heimat zahlreicher Arten und eine wichtige Station für den Vogelzug. Eine leckere Nahrung für diese Vögel ist die Salzfliege, die sich wie ein überdimensionaler Gürtel entlang des Ufers erstreckt (der schwarze Saum im Bild sind Fliegen!). Unzählige Fliegen erwecken beim menschlichen Betrachter eher etwas Ekel, allerdings werden die Zweibeiner von den Fliegen in Frieden gelassen. Für die Zugvögel dagegen ist diese besondere Art eine willkommene Speise.

Uns hat der Besuch am Mono Lake sehr gefallen, gerade weil es eine sehr unwirtliche und außergewöhnliche Landschaft ist, die man – sofern man in der Nähe ist – unbedingt einmal gesehen haben sollte.

Der Fußweg zum Mono Lake

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2 Kommentare

  1. Hallo Christian!
    Sehr schoner Beitrag, ich frage mich ob mich die Fliegen dort auch in Ruhe gelassen hätten 🤔 normalerweisse „lieben“ die mich und mein Blut 😀
    Lieben Gruß & viel Freude am Reisen ✌
    Sani 🦎🌻

    • Reisefanten sagt

      Hallo Sani,
      Danke für Deinen Kommentar! 🙂 Ach, das sollte schon klappen mit den Fliegen. Erstens sind die nicht an Blut interessiert (also keine Moskitos) und zweitens flogen die bei unserem Besuch nicht herum, sondern bildeten diesen etwas ekeligen Fliegengürtel am Uferrand. Was jedoch passiert, wenn man sie ärgert und den Gürtelfrieden stört, wenn man z.B. in den See zum Schwimmen geht, haben wir nicht ausprobiert. 😉
      Schönen Gruß,
      Christian

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