Türkisblaues Wasser, dichter Wald und fantastische Ausblicke auf die umliegenden Berge: Bob’s Cove gehört für uns zu den schönsten kleinen Wanderungen rund um Queenstown. Bei herrlichem Sonnenschein erkundeten wir die idyllische Bucht am Lake Wakatipu und wurden mit einer wirklich spektakulären Aussicht belohnt. Wir hatten zwar schon in unserem Queenstown-Artikel darüber berichtet, wollten es aber jetzt hier nochmal ausführlicher nachholen.
Von Queenstown zur idyllischen Bob’s Cove
Nur etwa 14 Kilometer von Queenstown entfernt liegt die wunderschöne Bob’s Cove, eine geschützte Bucht am Lake Wakatipu. Wir parkten unseren Wagen auf dem offiziellen DOC-Parkplatz an der Glenorchy-Queenstown Road und machten uns von dort aus zu Fuß auf den Weg.
Zunächst führte uns der gut angelegte Wanderweg durch dichten, grünen Wald hinunter zum Bob’s Cove Beach. Schon hier waren wir begeistert: Das Wasser war unglaublich klar und schimmerte in den unterschiedlichsten Türkis- und Blautönen. Bei dem fantastischen Wetter erinnerte die Bucht beinahe an die Karibik – wären da nicht die beeindruckenden neuseeländischen Berge im Hintergrund gewesen!
Historische Kalköfen und ein fotogener Bootssteg
Auf unserem Weg entlang der Bucht kamen wir auch am historischen Kalkofen, dem sogenannten Historic Lime Kiln, vorbei. Tatsächlich wurde hier im 19. Jahrhundert Kalkstein abgebaut und von der Wakatipu Lime Company verarbeitet. Der gewonnene Kalk wurde unter anderem für den Bau verschiedener Gebäude in Queenstown verwendet. Sogar die heute noch vorhandenen Eukalyptusbäume haben eine Geschichte: Sie wurden ursprünglich gepflanzt, um Brennholz für die Kalköfen zu liefern.
Anschließend ging es weiter zur Bob’s Cove Boat Ramp mit ihrem hübschen Bootssteg. Dieser ragt direkt in das kristallklare Wasser hinein und bietet ein wunderbares Fotomotiv. Absolut Instagram-tauglich! Erfreulicherweise war an diesem Tag aber kaum etwas los. Die wenigen anderen Besucher schienen ebenso wie wir vor allem die Ruhe und die wunderschöne Natur genießen zu wollen.
Auch einige neugierige Fantails, kleine neuseeländische Vögel mit auffällig aufgefächerten Schwanzfedern, begleiteten uns zwischendurch. Und obwohl es angenehm warm war, blieben wir glücklicherweise von den berüchtigten Sandfliegen verschont.
Durch den Wald zum Bob’s Cove Viewpoint
Von der Bucht aus führte uns der Wanderweg anschließend durch dichten Wald hinauf zum Bob’s Cove Viewpoint, der auch als Picnic Point bekannt ist. Der letzte Abschnitt war etwas steiler und stellenweise steinig, aber insgesamt gut zu bewältigen.
Oben angekommen, wussten wir sofort, dass sich der Aufstieg gelohnt hatte. Vor uns lag eine fantastische Aussicht auf die bewaldete Landzunge, die geschützte Bucht und den weitläufigen Lake Wakatipu. Besonders beeindruckend war der Blick auf das unglaublich klare Wasser, dessen Farben von hellem Türkis am Ufer bis zu tiefem Dunkelblau wechselten.
Natürlich nahmen wir uns ausreichend Zeit, um das Panorama zu genießen und jede Menge Fotos zu machen. Anschließend ging es auf dem Rundweg wieder hinunter zum See und zurück zu unserem Parkplatz.
Unser Fazit zur Bob’s Cove Wanderung
Die Wanderung einschließlich des Aussichtspunkts ist etwa drei Kilometer lang. Für die gesamte Runde solltet Ihr ungefähr eine bis anderthalb Stunden einplanen. Mit ausgiebigen Fotostopps und etwas Zeit zum Genießen kann es natürlich auch länger dauern.
Bob’s Cove war für uns ein echtes Highlight in der Umgebung von Queenstown. Die Kombination aus türkisblauem Wasser, ursprünglicher Natur, interessanter Geschichte und einem fantastischen Aussichtspunkt macht diese kurze Wanderung absolut empfehlenswert. Wer in Queenstown unterwegs ist, sollte sich dieses kleine Naturparadies auf keinen Fall entgehen lassen!










