Nachdem wir bei Castle Hill unterwegs gewesen waren, fuhren wir weiter Richtung Arthur’s Pass. Das Wetter hatte sich inzwischen deutlich gebessert. Der Regen war weniger geworden, die Wolken hingen zwar noch tief in den Bergen, aber genau das passte eigentlich ziemlich gut zu dieser rauen Landschaft Neuseelands.
Auf schmalen Straßen in die Berge
Schon die Fahrt selbst war ein Erlebnis. Rund um Arthur’s Pass wurden die Straßen enger, die Täler steiler und die Landschaft immer wilder. Besonders typisch für Neuseeland waren die einspurigen Brücken. Auch hier musste man teilweise schon ziemlich weit im Voraus schauen, ob von der anderen Seite ein Auto kommt.
Meist ist dabei klar ausgeschildert, wer Vorfahrt hat. Trotzdem braucht es manchmal ein bisschen Gefühl und gegenseitige Abstimmung. Das macht diese Straßen irgendwie besonders – gerade für Deutsche, vermutlich besonders für Amerikaner. 😉 Man fährt nicht einfach nur stumpf von A nach B, sondern ist ständig aufmerksam, schaut voraus und nimmt die Landschaft ganz anders wahr.
Ein kurzer Stopp im Arthur’s Pass National Park
Wir hielten am Arthur’s Pass National Park Schild an und stiegen kurz aus. Es war deutlich kühler als zuvor und ziemlich windig. Gleichzeitig war die Weite der Landschaft beeindruckend: breite Flussbetten, graue Kiesflächen, klare Wasserläufe, goldene Gräser und dahinter dunkle Berge, die immer wieder von Wolken verschluckt wurden.
Ehrlicherweise gibt es an diesem konkreten Stopp gar nicht wahnsinnig viel zu sehen, wenn man nur auf der Durchreise ist. Man steht dort, schaut in diese große Landschaft und spürt vor allem die Stimmung. Für uns war genau das aber schön. Kein langer Aufenthalt, kein großes Programm, sondern ein kurzer Moment mitten in den neuseeländischen Alpen.
Wanderschilder, Wasserfälle und viele Möglichkeiten
Wir sahen vor Ort mehrere Wanderschilder. Rund um Arthur’s Pass gibt es einige Tracks, Aussichtspunkte und Wasserfälle, unter anderem den bekannten Devils Punchbowl Walking Track. Auch der Arthur’s Pass Walking Track und kleinere historische Wege starten in der Umgebung.
Wir hatten dafür allerdings keine Zeit mehr eingeplant. Deshalb blieb es bei einem kurzen Stopp, ein paar Fotos und dem Blick in diese eindrucksvolle Bergwelt. Trotzdem merkte man sofort: Wer hier mehr Zeit mitbringt, kann deutlich tiefer in die Landschaft eintauchen.
Arthur’s Pass ist außerdem eine geschichtsträchtige Verbindung zwischen Canterbury und der West Coast. Der Pass wurde nach Arthur Dudley Dobson benannt, der die Route im 19. Jahrhundert erkundete. Heute ist die Strecke eine der bekanntesten Straßenverbindungen durch die Southern Alps.
Unser Fazit
Arthur’s Pass war für uns kein langer Wandertag, sondern eher ein kurzer, atmosphärischer Stopp auf der Weiterfahrt. Die Straßen waren eng, die Brücken typisch neuseeländisch einspurig, das Wetter frisch und windig – und das Wasser sah ungemütlich genug aus, dort nicht die Füße reinzuhalten.

Wer auf der Strecke unterwegs ist, sollte hier ruhig anhalten und die Landschaft auf sich wirken lassen. Auch wenn man nicht wandert, bekommt man einen guten Eindruck von der rauen Schönheit des Arthur’s Pass National Park. Für uns war es ein schöner Zwischenstopp zwischen Castle Hill und der Weiterfahrt durch eine der eindrucksvollen Berglandschaften Neuseelands. Wobei wir noch längst nicht alles von der Südinsel gesehen hatten…




