Bei unserem Landgang in Flam unternahmen wir eine Fahrt mit der Flambahn.
Die Flåmbahn in Norwegen gilt als eine der spektakulärsten und schönsten Zugstrecken der Welt. Sie beginnt in Myrdal, einer Station auf der Bergenbahn, und führt in Serpentinen und durch insgesamt 20 Tunnel hinunter ins Tal bis zum kleinen Ort Flåm am Aurlandsfjord, einem Seitenarm des Sognefjords. Auf nur 20 Kilometern Länge überwindet die Bahn dabei einen Höhenunterschied von 865 Metern. Rund 80 Prozent der Strecke verlaufen mit einer Steigung von 5,5 Prozent – das macht die Flåmbahn zu einer der steilsten Normalspurstrecken der Welt. Sie ist heute fast ausschließlich eine touristische Attraktion und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes.
Tickets
Bei unserem Landgang in Flam wollten wir ebenfalls mit der Flambahn fahren. Tickets dafür besorgten wir uns für eine Hin- und Rückfahrt schon frühzeitig im Internet. 595 NOK kostet in etwa eine Rundfahrt. Vor Ort hätte es keine Tickets mehr gegeben und über MSC wären die Tickets fast dreimal so teuer gewesen. Der Bahnsteig war nur unweit vom Terminal entfernt aber dort hatte sich gefühlt das halbe Schiff eingefunden. Für die MSC Ausflügler gab es eine separate Schlange.
Die besten Plätze
Empfehlenswert ist es, sich direkt nach Abfahrt des vorherigen Zuges anzustellen, so dass man vorne in der Schlange steht und einen guten Sitzplatz ergattern kann. Ein guter Sitzplatz befindet sich in Fahrtrichtung rechts an einem Fenster, welches sich öffnen lässt. Das ist leider nicht bei allen Fenstern der Fall und wenn man fotografieren oder filmen möchte, ist ein geöffnetes Fenster unerlässlich. Da der Zug in Myrdal nicht dreht und direkt wieder zurück fährt, bietet sich ein Platztausch für die Rückfahrt an. Wir tauschten mit der gegenüberliegenden Seite, um beide Blickrichtungen zu erleben. In Fahrtrichtung rechts ist aber die eindeutig bessere Seite.
Während der Fahrt
Die Fahrt selber war sehr spektakulär und die Aussicht traumhaft. Die Blätter der Bäume waren Anfang Oktober 2024 schon leicht verfärbt und so ergab ich sich ein tolles Farbspiel. Allerdings hatten wir direkt nach 20 Minuten einen 15-minütigen technischen Halt.
Auf der Fahrt nach Myrdal hat man einen Halt in Berekvam. Dies ist der einzige Ort entlang der Strecke mit einem doppelgleisigem Abschnitt, so dass der entgegenkommende Zug vorbei fahren kann. Da aber auch der entgegenkommende Zug ein technisches Thema hatte und wir diesen vorbei fahren lassen mussten, kamen wir in Berekvam erneut zum Stehen, dieses Mal für 25 Minuten. Normalerweise dauert eine Fahrt eine Stunde. 😉 Bevor wir Myrdal erreichten, hielten wir am Kjosfossen für einen Fotostopp. Der Wasserfall führte allerdings kaum Wasser, so dass sich ein Ausstieg nicht lohnte. Nach einem sehr kurzen Halt in Myrdal ging die Fahrt dann auch schon wieder zurück. Während der Fahrt gab es immer wieder interessante Einspielungen zur Strecke, so dass man auch noch allerhand Wissenswertes mitnehmen konnte.
Fazit
Ein sehr tolles Erlebnis aber der Zug war auch sehr voll. Wir hatten Glück mit dem Wetter, die Aussicht war einfach traumhaft. Wer die Fahrt machen möchte, sollte sich unbedingt frühzeitig Online-Tickets organisieren. Spontan wird es im Rahmen einer Kreuzfahrt nichts werden, außer zu überteuerten Preisen im Rahmen eines Schiffsausfluges.
















