Auf dem Rückweg von Alberobello hielten wir in Locorotondo.
In Locorotondo angekommen, drehten wir zuerst eine kleine Runde durch die Altstadt und merkten sofort, wie viel unaufgeregter es hier im Vergleich zu Alberobello zuging. Statt großer Besuchermassen erwarteten uns ruhige, verwinkelte Gassen, die fast durchgehend in hellem Weiß leuchteten. Genau dieses klare, aufgeräumte Bild machte den besonderen Reiz aus: schlichte Hausfassaden, liebevoll dekorierte Türen, kleine Balkone mit Pflanzen und immer wieder Ecken, in denen man kurz stehen blieb, weil alles so stimmig wirkte. Locorotondo lag zudem erhöht auf einem Hügel über dem Valle d’Itria, was wir bei jedem Abzweig spürten, sobald sich zwischen den Häusern ein Blick nach draußen öffnete.
Der Name Locorotondo
Während wir weitergingen, wurde uns auch klar, warum der Ort zu den „Borghi più belli d’Italia“ gezählt wurde. Der Name „Locorotondo“ passte: Der historische Kern war tatsächlich kreisförmig angelegt, und beim Schlendern hatte man oft das Gefühl, ganz automatisch wieder Richtung Zentrum geführt zu werden. Von den Aussichtspunkten am Rand der Altstadt schauten wir über die sanften Felder und Olivenhaine der Umgebung, und in der Ferne entdeckten wir sogar noch ein paar Trulli-Häuser, die wie kleine Kegel in der Landschaft standen. Die Sonne ging langsam tiefer und tauchte alles in warmes Licht – die weißen Gassen wirkten dabei noch weicher, und die Stimmung wurde mit jeder Minute ruhiger.
Abendessen im Kiatz
Für das Abendessen landeten wir im Kiatz, einem Bistro, das mit seiner Weinkarte und der Auswahl an Speisen genau unseren Geschmack traf. Wir starteten mit Focaccia Barese und einer Parmigiana als Vorspeise – beides unkompliziert, aromatisch und genau richtig, um anzukommen. Danach teilten wir uns Cannelloni mit Spinat-Ricotta-Füllung und Orecchiette, eine Pastaform, die typisch für Apulien war. Alles schmeckte richtig gut, und als wir fertig waren, waren wir angenehm satt und zufrieden, ohne dass es schwer im Magen lag.
Festliche Atmosphäre
Als wir wieder hinausgingen, war es bereits dunkel geworden, und mit der Nacht kam auch die frische Luft. Umso besser passte die Weihnachtsbeleuchtung, die den Gassen einen warmen, festlichen Schein gab und die ruhige Atmosphäre noch einmal verstärkte.













