Auf unserer Reise durch Apulien stießen wir ständig auf Momente, die auch das echte, ungeschminkte Italien zeigen – fernab von Trulli, Cappuccini und Stränden. Verfallene Türen, streunende Katzen, witzige Schilder und Müllhaufen faszinierten uns ebenso wie Bauruinen oder improvisierte Alltagslösungen. Wir fassen ein paar Highlights in diesem Artikel einmal thematisch für euch zusammen.
Während viele Touristen (wie auch wir) die bekannten Trulli-Häuser und traumhaften Strände in den Fokus rücken, offenbart sich bei einer genaueren Betrachtung auch an vielen Ecken eine ganz andere Seite Apuliens. Verlassene Bauruinen, improvisierte Alltagslösungen und das lebendige Chaos Italiens ist auch Stiefelabsatz immer zu finden. Seien es Altstadtbereiche, die so enge Gassen haben, dass wenn sich ein Auto hindurch quetscht, kein Platz mehr für Fußgänger ist. Oder in denselben Gassen sogar auch noch Restaurant-Außenbereich aufgebaut wird. 

Humorvolle Alltagsmomente und skurrile Schilder
Ein besonderer Fund war ein Pflanzentopf mit dem Schild „Sono una pianta, non un posacenere!“, was auf etwas traurige Weise vor Müll und Zigaretten warnt. Leider scheinen insbesondere Raucher hier nicht nur nicht auf die Luft sondern auch nicht auf die Pflanzen bzw. die Gegenstände der Einheimischen Rücksicht zu nehmen. Und – oh Wunder – daneben lag natürlich schon der nächste Zigarettenstummel.
Überrostige Verkehrsschilder ergänzen das Stadtbild als chaotische Kunstwerke und erzählen Geschichten von anderem Klima und erwecken den Eindruck, dass es tatsächlich Wichtigeres gibt als solche Beschilderungen. Immerhin scheinen Bahnhofs- und Friedhofs-Beschilderungen neueren Datums zu sein. 😉
Katzen und Tiere
In Apulien begegnet man recht häufig streunenden Katzen, die auch mal in kleinen Mauernnischen ihr Überleben sichern bzw. sich vor Regen schützen. Oder sich auch mal auf die Lauer legen, um eine Taube, die nichtsahnend herumstolziert, demnächst wohl noch zu attackieren.
Bauruinen und Verfallskunst
Auch der Verfall zeigt sich an vielen Ecken: alte Holztüren, rostige Gitter und dunkle Löcher in den Wänden. Teils brutalistische Gebäude stehen dann fast schon bedrohlich dazwischen. Nicht immer sind es unvollendete Projekte, die durch Geldmangel oder illegale Baupraktiken entstanden sind, sondern auch einfach Gebäude aus einer anderen Zeit.
Kurioses in Apulien
Und dann gibt überall noch immer kleine Wachhäuschen, die am Eingang zu meist größeren Gebäuden (meist Banken) stehen und wo man sich wirklich fragt, ob die überhaupt noch genutzt werden oder derzeit nur noch als Ablageraum dienen. Und dann gibt es natürlich im Supermarkt passierte Tomaten aus dem großen 1 Liter – Tetra Pack.
Das lebendige Chaos Apuliens
Diese und weitere skurrile Funde und Szenen machen deutlich, dass auch Apulien wie gesamt Italien mehr ist als nur die Summe seiner Postkartenmotive. Es ist eine Region Süditaliens voller Kontraste, Charme und chaotischer, manchmal lustiger Schönheit. Hier noch ein paar weitere Impressionen zum Schmunzeln und Staunen (man beachte nur die Pizza-Preise aus dem Jahr 2025!):













