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Google vs. Apple Maps

Die Nützlichkeit der 3D Karten ist bei Apple wirklich fragwürdig, wenn die Qualität der Karten nicht stimmt

Auf unseren Reisen, besonders den autogetriebenen wie zum Beispiel unserer sommerlichen Italien-Rundfahrt, verwenden wir oft das mobile Internet und die bekannten Karten-Apps von Apple und Google. Hier wollen wir euch nun einen kurzen Vergleich und unseren persönlichen Eindruck zu Qualität, Handling und Nützlichkeit dieser beiden Kartensysteme geben.

Google Maps – der KlassikerGoogle Maps liefern auch kontextbezogene Suchergebnisse verlässlich

Wer auf Aktualität und somit eine hohe Datenqualität Wert legt, der kommt an Googles Kartendienst nicht vorbei. Nicht nur in deutschen Gefilden, auch im europäischen und asiatischen Ausland kommt man an den Karten des Suchmaschinenriesen nicht vorbei. Hier fließen lokale Änderungen am schnellsten ein, sind die Karten auch auf Fußweg-Level am detailreichsten und funktioniert auch die Suche im Kartenfenster selbst am besten. Wer zum Beispiel auf einen Kartenausschnitt zoomt und “Chinesisch” eingibt, landet nicht in Peking, sondern erhält eine Übersicht der in dem gewählten Ausschnitt befindlichen China-Restaurants und -Märkte. So soll das sein und macht von der Benutzerführung auch im konkreten Kontext Sinn.

Offline-Karten lassen sich in der Google Maps App speichernAuch offline lässt sich Google Maps bedienen, indem man Kartenausschnitte als offline speichern kann. Hier funktioniert jedoch die Navigation nur sehr schlecht und nur bei vorher abgerufener und berechneter Route. Spontane Routenänderungen mag das System überhaupt nicht und Verkehrsinfos fließen naturgemäß auch nicht ins Routing mit ein. Es ist auch schwer, hier Abhilfe zu schaffen.

Wer sich für die deutlich bessere Online-Nutzung von Google Maps entscheidet, muss jedoch mit relativ großem Ladebedarf an Daten rechnen – gerade im Ausland mit stark eingeschränktem Datenvolumen kann das durchaus ins Geld gehen. Die Kartendaten werden bei Google nämlich als Graphikdaten übertragen und nicht als speicherarme Vektordaten wie bei Apple.

Halbgare Karten vom Neueinsteiger: Apple Maps

Die Detailansicht der Apple Maps sind noch immer unübersichtlicher als das Google PendantAls Apple im Jahr 2012 mit der Veröffentlichung von iOS 6 die Partnerschaft mit Google Maps kündigte und ihre eigenen Apple Maps zwangsweise auf die eigenen Geräte brachte, war schnell vom “Mapsgate” die Rede, da nur wenig wirklich gut funktionierte in dem neuen Kartendienst. Selbst Firmenchef Tim Cook sah sich gezwungen, den eigenen Nutzern bessere Alternativen zu empfehlen. Im Dezember desselben Jahres wurde dann die eigenständige Google Maps App für iOS herausgebracht und wird seitdem eifrig genutzt.

Zwar hat sich seitdem einiges getan, so wirklich zuverlässig ist der Kartendienst aus Cupertino aber immer noch nicht. Noch immer werden offensichtliche Suchwünsche (Stichwort kontextbasierte Suchen von oben) falsch oder gar nicht beantwortet, werden eigentlich eindeutige Adressen nicht gefunden oder abenteuerliche Wege als vermeintlich kürzeste Route ausgegeben.

Die Nützlichkeit der 3D Karten ist bei Apple wirklich fragwürdig, wenn die Qualität der Karten nicht stimmtDer Vorteil der geringen zu ladenden Datenmenge bei Apples Vektorkarten ist daher nur bedingt vorteilhaft – da hier immer noch die meisten Fehler zu finden sind und die Navigation nicht so gut funktioniert. Schön und erwähnenswert sind vielleicht noch die 3D-Flyover-Karten mit schönen Satellitenbildern und 3D-Funktion, aber das ist auch mehr als Gimmick denn als nützliches Feature zu bezeichnen.

Unser Tipp: eine Mischung aus Online- und Offline

Wir haben uns – nach einigen falschen Wegen dank Apples Kartenmaterial – für die Google-Variante entschieden. Diese funktioniert einfach am besten. Zwischen großen Städten hingegen darf das Navi auch mal ausbleiben oder es wird zu traditionellen Apps wie TomTom oder Navigon-Lösungen gegriffen. Meist sind die großen Verbindungen aber eh so gut ausgeschildert, dass man auch getrost mal offline fahren kann. Wenn man vorher, z.B. im WLAN des Hotels, die Google-Karten geladen und die Navigation gestartet hat, funktioniert dies auch sauber, sobald wieder eingeschaltet wird und man wieder eine Ortung hat. Man darf dann nur den eingeschlagenen Weg auf keinen Fall verlassen. Ganz sicher seid ihr natürlich unterwegs mit mobilem Internet zum Beispiel über einen MiFi-Router, der euch auch im Auto mit gutem Internet versorgt. Dazu noch eine Prepaid-Karte des jeweiligen Landes und ihr kommt ganz sicher auf schnellstem Wege ans Ziel.

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