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Am Fuße der Okertalsperre

Die Staumauer der Okertalsperre rückt ins Blickfeld

Im Anschluss an unsere Wanderung auf die Käste wollten wir das verbleibende Tageslicht noch nutzen, um einmal an das Fußende der Okertalsperre zu laufen. So haben wir uns auf den respekteinflößenden Weg gemacht.

Der Weg zur Staumauer der Okertalsperre

Die Straße zur Staumauer der OkertalsperreGrundsätzlich gibt es zwei Wege, um an das Fußende der Okertalsperre zu gelangen. Den angenehmen entlang des alten Versorgungswegs und den sehr steilen, der in Form eines schmalen Treppenpfads wenige Meter neben der Okerterrasse Okertalsperre den Hang hinunter- bzw. hinaufläuft.

Wir entschieden uns für die angenehme Variante und schritten so den alten kopfsteingepflasterten Versorgungsweg entlang, der kurz oberhalb von Romkerhalle von der Straße abgeht. Wir liefen dann in einem großen Bogen die letzte Talkurve entlang und erblickten dann das beeindruckende Bauwerk von unten.

Blick auf das Tosbecken unterhalb der Staumauer der Okertalsperre

Der Grundablass der Okertalsperre hat durchaus etwas Beängstigendes

Vorbei an dem eindrucksvollen Tosbecken, das zu unserer Besuchszeit jedoch leer war. Bei dem sogenannten Grundablass, wenn also Wasser aus der Talsperre abgelassen wird, sieht das dann schon deutlich anders aus, wie das folgende YouTube-Video zeigt (nicht von uns gemacht):

An der Staumauer angekommen

An der 75 Meter hohen und 260 Meter langen Staumauer endlich angekommen, bekamen wir die Ausmaße dieses Bauwerks erst so richtig zu spüren. Es ist schon etwas anderes, nur davon zu lesen oder mal ein Bild zu sehen oder dann wirklich vor der Mauer zu stehen, die sagenhafte 47,4 Millionen Kubikmeter Wasser im Zaum halten kann. Alleine die Sicht nach oben ist schon sehr beeindruckend, zumal die meisten Besucher sicherlich den Weg über die Mauer nehmen und bequem mit dem Auto auf dem eigens dafür eingerichteten Parkplatz Halt machen.

Blick nach oben entlang der Staumauer der Okertalsperre

Eine Besonderheit haben wir auch noch, wenn auch erst nachträglich recherchiert: die Okertalsperre ist wohl die einzige sogenannte Bogengewichtsmauer in Deutschland. Im Unterschied zu Gewichtsstaumauern, die dem Wasser schon aufgrund ihres Eigengewichts standhalten leiten Bogenmauern wegen ihrer besonderen Bauweise diese Kräfte in die seitlich im Berg gelegenen Fundamente ab. Eine Bogengewichtsstaumauer stellt dann logischerweise eine Kombination dieser beiden Bauarten dar. Andere Beispiele für diese Art der Staumauer sind noch die Sajano-Schuschensker Talsperre oder der wohl bekanntere Hoover-Staudamm in den USA.

Uns hat der kleine Spaziergang an die Okertalsperre sehr gefallen und auch wenn gerade kein Grundablass stattfand, kommen wir hier gerne wieder hin. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

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